Archives for: Mai 2011
Französische Autohersteller 0 comments

Wenn man an Autos aus Frankreich denkt, ist Renault sicher die erste Marke, die einem in den Sinn kommt. Beim größten französischen Automobilhersteller Renault SAS wurde beispielsweise die Zündkerze erfunden und auch Turbolader und Kardanwelle hat die Autowelt diesem Unternehmen zu verdanken. Schon vor dem zweiten Weltkrieg gehörte Renault zu den weltgrößten Automobilherstellern, doch der Konzern wurde zum Kriegsende verstaatlicht und musste große Einbußen hinnehmen. Seither hat sich wieder einiges verändert und inzwischen gehören Renault SAS rund 40 Prozent des japanischen Autoherstellers Nissan und so ist das Unternehmen der viertgrößte Autobauer der Welt.

Neben den Wagen mit der Raute im Logo kennt man in Deutschland aber auch den kleinen silbernen Löwen auf der Motorhaube, den Peugeot sein Eigen nennt. Das Unternehmen zählt zu den ältesten noch existierenden Autobauern und wurde bereits 1810 gegründet. Bereits früh ließ sich das Unternehmen die „0“ in einer Modellbezeichnung patentieren und 207 oder 308 sind heute auch in Deutschland bekannte Peugeot-Modelle. Citroen war bis 1976 eine weitere eigenständige, französische Automarke, doch dann wurde sie von Peugeot übernommen und man gründete die PSA Peugeot Citroen. Im Jahr 2010 verkaufte der Konzern insgesamt 3,6 Millionen Fahrzeuge und erreichte damit einen persönlichen Rekord.

Natürlich haben auch alle französischen Autobauer schon lange den Auto MP3 Trend erkannt und bieten ihren Kunden Autoradios, die auch die komprimiert gespeicherten Daten auslesen können. Neben den großen und bekannten Autobauern hat Frankreich aber auch eine ganze Reihe an Leichtkraftfahrzeug-Herstellern. Diese produzieren Leicht-Kfz, für die man meist keinen Führerschein braucht, doch in Deutschland fahren nur wenige Exemplare dieser kleinen und leichten Fahrzeuge aus Frankreich.

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Fassadenkunstwerke in Lyon 0 comments

Schon frühe Generationen der Menschheit bemalten Wände und diese Idee der Wandgestaltung reicht bis in die Steinzeit zur Höhlenmalerei zurück. Eine französische Künstlertruppe namens CitèCrèation, die seit 1978 Wandmalereien im öffentlichen Raum  anfertigt, hat diese Idee neu interpretiert und den Begriff der modernen Fassadenkunstwerke geprägt. In Lyon, wo die ersten Fassadenkunstwerke entstanden, wurde auch die Idee dazu wiederbelebt. Die modernen Wandmalereien der CitèCrèation sollten zu Beginn vor allem in Vierteln mit überwiegend sozialem Wohnungsbau eine identitätsstiftende Rolle übernehmen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Bewohnern hervorrufen. Die Kunstwerke erzählen Begebenheiten des täglichen Lebens und zum Teil wirken die Bilder sehr dreidimensional und realistisch. Was als kleine Idee begann, wurde inzwischen mehrmals ausgezeichnet und überall auf der Welt finden sich Nachahmer dieser lebendigen Kunstform. Ein städtisches Museum im Freien entstand in Lyon durch die Fassaden Kunstwerte und es erhielt zahlreiche Preise. Jedes der 25 Fassadengemälde in Lyon bedeckt etwa 230 Quadratmeter mit Farbe und dabei haben sich die Künstler mit architektonischen Visionen  beschäftigt, die der Architekt Tony Garnier ausgeführt hat. Er wurde auch von den Bewohnern der Siedlung gebeten, die langweiligen Fassaden zu verzieren.

Heute nutzen Firmen überall auf der Welt die Wandbilder um ihre Gebäudefassaden in den Fokus der Bevölkerung zu bringen und gleichzeitig fügen sich damit Industriegebäude mit fensterlosen Seiten problemlos in ihre Umgebung ein. Seit 2007 gibt es auch in Deutschland eine Tochtergesellschaft der CitèCrèation, deren Sitz in Potsdam liegt. Weltweit gibt es inzwischen mehrere Gruppen, die sich auf die Gestaltung von Wandbildern im öffentlichen Raum spezialisiert haben und in Zukunft kann  man sicher in noch mehr Städten diese lebendige und absolut sehenswerte Form der „Alltagskunst“ bestaunen.

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